NEUE STUDIE ZUR FÖRDERUNG DES BREITBAND-AUSBAUS IM LÄNDLICHEN RAUM

NEUE STUDIE ZUR FÖRDERUNG DES BREITBAND-AUSBAUS IM LÄNDLICHEN RAUM – ERGEBNISSE UND EMPFEHLUNGEN

Studie des Kompetenzzentrums und der PSPC GmbH in Kooperation mit BDO, DAL, GasLINE, Luther, LBBW, NordLB, Plusnet, Primevest und VKU.

Der Breitbandbranche steht ein spannendes Jahr bevor. 2019 wird sich zeigen, wie die hohe Nachfrage im Ausbau und die Vielzahl der im Vorjahr umgesetzten Veränderungen auf den Breitbandausbau wirken. Im Juli 2018 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) einen neuen Entwurf zur Gesetzesänderung eingereicht; das Breitbandförderprogramm wurde zum 1. August 2018 neu aufgelegt und derzeit wird über 5G-Netze verhandelt. Gleichzeitig ist der Ausbau der Netze eine Schlüsselvoraussetzung für Smart City-Anwendungen.

Viele Kommunen haben, alleine oder im Zusammenschluss, mit dem Ausbau eigener Breitbandnetze begonnen oder den Ausbau an Dritte vergeben. Im Ergebnis sind sowohl Tiefbau- als auch Materialpreise zum Teil drastisch gestiegen und (personelle) Kapazitäten werden knapp. Ob die in den Förderbescheiden vorgegebenen Ausbauzeiträume eingehalten und die Ziele der Bundesregierung erfüllt werden können, wird sich im Verlaufe des Jahres abzeichnen.

Höchste Zeit also für eine tiefgreifende Analyse der bestehenden Förderkulisse und der regulatorischen Rahmenbedingungen. Die vorliegende Studie ist diesem Thema gewidmet. Es wird untersucht, wie die unterschiedlichen Förderverfahren auf Länderebene koordiniert werden und welche Förderprogramme und Strategien der Länder am stärksten zum zeitnahen und flächendeckenden Breitbandausbau beigetragen haben. Mittels einer umfangreichen Befragung von Kommunen, Investoren sowie kommunaler (Telekommunikations-)Unternehmen können die Förderverfahren nicht nur aus der jeweiligen Perspektive betrachtet und bewertet werden, sondern es werden Empfehlungen abgeleitet, wie eine effektive Förderung des Breitbandausbaus in Zukunft gestaltet werden sollte. Denn der Bedarf ist da: Für 2017 stellte die Bundesnetzagentur in ihrem Jahresbericht einen Datenverbrauch von etwa 33 Milliarden Gbytes und damit 47 Prozent mehr als im Vorjahr fest.

Der Bedarf nach größeren Datenvolumina steigt weiter an. Die von Haushalten und Unternehmen durchschnittlich nachgefragten Bandbreiten für Downloads sollen im Jahr 2025 bei rund 1 Gbit/s liegen. Im Upstream – besonders wichtig u.a. für Cloud-Anwendungen – werden nun 700 Mbit/s erwartet. Liegt das durchschnittliche Datenvolumen pro Breitbandanschluss und Monat nach Angaben der Bundesnetzagentur heute noch bei 80 Gbytes, wird bis zum Jahr 2025 mit einer Verzehnfachung der Volumina gerechnet: Pro Anschluss werden dann durchschnittlich 825 Gbytes pro Monat übertragen.

Für alle Beteiligten ist es essentiell, sich zukünftig stärker für ein Miteinander anstelle eines Gegeneinanders einzusetzen. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass Deutschland den Anschluss hält. Mit der vorliegenden Studie wollen wir einen Beitrag zur Beschleunigung eines flächendeckenden Glasfaserausbaus leisten. Wir bedanken uns bei den befragten Experten für die wertvollen Meinungsbilder, ohne die diese Studie nicht realisierbar gewesen wäre. Ebenfalls bedanken wir uns bei den beteiligten Partnern für die professionelle Zusammenarbeit und Unterstützung.

Unseren Lesern wünschen wir eine spannende Lektüre.