Aktuelle Studie zum kommunalen Zins- und Anlagemanagement verdeutlicht Folgen der Niedrigzinsphase

» Steigende Zinssätze größtes Risiko für öffentliche Haushalte
» Kommunen planen für die Zukunft mehr investive Kreditaufnahmen
» Hoher Bedarf an zuverlässigen Finanzierungspartnern

Das Kompetenzzentrum für Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität in Leipzig hat in einer aktuellen Studie 166 Städte und Gemeinden zu ihrem Anlage- und Zinsmanagement befragt. Damit haben sich fast 25 Prozent aller deutschen Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern beteiligt. Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung wurden nun in der Studie „Kommunales Zins- und Anlagemanagement in der Niedrigzinsphase“ veröffentlicht. Als Kompetenzcenter in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Öffentliche Kunden
respektive das Geschäftsfeld Private Banking haben sich die DZ HYP und die DZ PRIVATBANK an der Durchführung der Studie beteiligt, die außerdem durch den Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt wurde.

„Die Studie gibt einen detaillierten Einblick in die Reaktionen deutscher Städte und Gemeinden auf die Niedrigzinsphase und ihre Auswirkungen auf die kommunalen Portfolios“, bewertet Dr. Oliver Rottmann, Geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums für Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität in Leipzig, die Relevanz der Ergebnisse. Sie zeichne ein heterogenes und realistisches Bild von der Schulden- und Vermögenssituation der deutschen Städte und Gemeinden, die von vielfältigen Einzelfaktoren beeinflusst werde. Allen Kommunen gemeinsam sei aber der starke Erfolgsdruck im Kredit- und Anlagemanagement.

Die Ergebnisse der Befragung lassen sich in folgenden Kernaussagen zusammenfassen:
» Steigende Zinsen werden als größtes Risiko für ein erfolgreiches Schuldenmanagement eingeschätzt.
» Ein Großteil der befragten Kommunen – auch und insbesondere die höher  verschuldeten – plant für die Zukunft mit steigenden investiven Kreditaufnahmen.
» Entlastungspotenziale aus der Umschuldung in aktuell niedrige Zinsen und aus der strategischen Steuerung von Kreditaufnahmen werden noch nicht voll ausgeschöpft.
» Ein Drittel der Städte und Gemeinden erleidet durch Niedrigzinsen Vermögenseinbußen.
» Etwa jede zehnte Kommune ergreift Gegenmaßnahmen durch Beimischung von Aktien/Fonds.
» Kommunale Anlagerichtlinien tragen zu Transparenz und Handlungssicherheit bei.

„Die erfreulich hohe Resonanz der Kommunen auf die Befragung unterstreicht die Bedeutung des Themas und die Dringlichkeit, mit der Kämmerer und Politiker nach einem zukunftsfähigen Schulden- und Vermögensmanagement suchen“, erläutert Uwe Seeberger, Generalbevollmächtigter der DZ PRIVATBANK.

Um die historische Chance zum nachhaltigen Schuldenabbau gezielt nutzen zu können und sich zugleich effizient auf ein verändertes Zinsszenario vorzubereiten, benötigen deutsche Kämmerer ein hohes Maß an Expertenwissen und ein Instrumentarium, das nur die wenigsten Kommunen selbst vorhalten können. „Mit der Perspektive auf zukünftig steigende Zinsen müssen Kämmerer heute weit vorausschauend planen und den „Konzern Kommune“ zugleich auf Sicht steuern – eine Herausforderung für jeden versierten Haushaltsmanager“, weiß Markus Krampe,
Bereichsleiter Öffentliche Kunden der DZ HYP.

Ergänzt wird die Studie durch ein Kapitel zum Thema „Kommunale Anlagerichtlinien“. Diese konkretisieren den durch das Gesetz vorgegebenen Handlungsrahmen und ermöglichen die politische „Mitnahme“ des Stadt- oder Gemeinderats. Die gesamte Studie steht auf der Webseite der Universität Leipzig unter kompetenzzentrum-uni-leipzig.de sowie der beteiligten Banken unter dzhyp.de und dz-privatbank.com zum Download zur Verfügung.

Über das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. Das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der
Universität Leipzig ist ein interdisziplinäres Wissenschaftszentrum, das sich im Rahmen einer praxisorientierten Forschung mit Fragestellungen der öffentlichen Wirtschafts- und Infrastrukturbereiche – auch an der Schnittstelle zur Privatwirtschaft – beschäftigt.

Themenschwerpunkte bilden neben den öffentlichen Finanzen vor allem die Bereiche der Daseinsvorsorge (beispielsweise Energie- und Wasserversorgung, Mobilität). Das Zentrum
wurde 2009 gegründet und beinhaltet 16 Professuren und Institute aus Ökonomie, Jurisprudenz, Politikwissenschaft, Infrastrukturforschung, Stadtentwicklung und Pädagogik.
Ansprechpartner

Dr. Oliver Rottmann, Geschäftsführender Vorstand
Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V.
c/o Universität Leipzig
Neues Augusteum, Augustusplatz 10, 04109 Leipzig
Telefon: 0341-9733583
rottmann@wifa.uni-leipzig.de

Über die DZ PRIVATBANK
Die DZ PRIVATBANK ist die Privatbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken und hat sich auf individuelle Lösungen für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Stiftungen und semiinstitutionelle Kunden spezialisiert. Als Kompetenzzentrum für Private Banking, Fondsdienstleistungen und Kredite in allen Währungen ist sie auf den deutschsprachigen Markt und die enge Kooperation mit der genossenschaftlichen FinanzGruppe ausgerichtet. Sie ist mit zehn Standorten in Deutschland – Hamburg, Hannover, Oldenburg, Berlin, Leipzig, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, München – sowie in Luxemburg (Unternehmenssitz) und Zürich vertreten.

Ansprechpartnerin
Corinna Frank, Pressesprecherin
4, rue Thomas Edison, L-1445 Strassen, Luxemburg
Telefon + 352 44903 2200
corinna.frank@dz-privatbank.com

Über die DZ HYP
Die DZ HYP ist eine führende Immobilienbank in Deutschland und Kompetenzcenter für Öffentliche Kunden in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Ihre Kunden und Partner bedient die DZ HYP mit einem umfassenden Angebot in den vier Geschäftsfeldern Gewerbekunden, Wohnungswirtschaft, Öffentliche Kunden und Privatkunden/Private Investoren. Die Bank ist mit zwei Hauptsitzen in Hamburg und Münster sowie mit Regionalzentren in den Wirtschaftsmetropolen und weiteren Regionalbüros bundesweit präsent.

Weitere Informationen unter www.dzhyp.de.
Ansprechpartnerin
Julia Jordan, Abteilungsleiterin Kommunikation
Rosenstraße 2, 20095 Hamburg
Telefon + 49 (0)40 3334-2583
julia.jordan@dzhyp.de

Download der Studie